Schwäbisches

Günzburger Spätzle

Die Liebe, auch zu einer Stadt oder Landschaft, geht bekanntlich durch den Magen. Vielleicht geht es Ihnen mit Günzburg ebenso, und das liegt dann bestimmt an den Spätzle, die als Hauptgericht oder Beilage serviert werden. Die Spätzle, die man in Günzburg kocht, sind rund, im Gegensatz zu den länglichen, die der Württemberger bevorzugt. Die Herstellung gelingt am besten mit einem „Spätzlehobel“, den man im Haushaltswarengeschäft bekommt und der sich auch sehr gut als Mitbringsel eignet. Verlangen Sie aber unbedingt die bayerisch-schwäbische Ausführung!

Grundrezept für Spätzle

500 g Mehl, 4-5 Eier, eine Prise Salz und Mineralwasser mit einem Handrührgerät (Knethaken verwenden) zu einem zähflüssigen Teig, der Blasen wirft, verarbeiten. Salzwasser in einem großen Topf zum Kochen bringen und den Teig mit dem „Spätzlehobel“ hineinschaben. Sobald die Spätzle aufschwimmen, sind sie gar. Spätzle abschöpfen und in einer Schüssel mit kaltem Wasser abschrecken. Anschließend in einem Sieb abtropfen lassen und in einer großen Pfanne mit etwas Butter bei schwacher Hitze erwärmen. So liebt sie der Günzburger als Beilage.

Kässpätzle (Hauptgericht)

Fertige Spätzle aus dem kochenden Wasser abschöpfen und abwechselnd mit ca. 250 g gemahlenem Hartkäse (z. B. Emmentaler) und etwas weißem Pfeffer in eine feuerfeste Form geben. Im Backrohr warm stellen, bis der Käse verlaufen ist. Vor dem Servieren mit reichlich gerösteten Zwiebelringen garnieren.

Spinatspätzle (Hauptgericht)

Mehl, Eier, Salz, eine Prise Muskatnuß, 200 g pürierten Spinat und Wasser wie beim Grundrezept verarbeiten. In einer großen Pfanne Zwiebelwürfel mit reichlich Butter glasig dünsten, die abgeschreckten Spätzle dazugeben und erhitzen. Vor dem Servieren noch 50 bis 100 g gehackte Mandeln dazugeben.

An Guata! (Guten Appetit!)

Weiteres Kulinarisches

Der Bayerische Staatsminister für Landwirtschaft und Forsten, Josef Miller, hat auf der Internationalen Grünen Woche 2003 eine Datenbank für „Regionaltypische Spezialitäten“ vorgestellt. Mit einem Mausklick auf die unten angegebene Internetadresse gelangen Sie direkt zu einer verführerischen Sammlung, die auch viel Schwäbisches enthält, und deren Lektüre einem schon das Wasser im Munde zusammenlaufen läßt. Neben der eigentlichen Zubereitung findet man dort auch Interessantes zur Geschichte der jeweiligen Speise und weiterführende Literaturangaben.

Regionaltypische Spezialitäten