Gentechnik

Ein kleiner Ausflug in die Welt der Statistik zeigt: Die Gemeindefläche der Stadt Günzburg ist zu mehr als zwei Dritteln mit landwirtschaftlichen Flächen, Wald, Biotop- und Naturschutzflächen belegt. Die landwirtschaftliche Nutzfläche beträgt im Jahr 2007 46,7 Prozent der gesamten Gemeindefläche (Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik). Knapp die Hälfte der Gemeindefläche wird somit landwirtschaftlich genutzt, d.h. wer Verantwortung für diese und die kommenden Generationen trägt, sollte daher so wirtschaften können, dass die Nutzung nachhaltig ist und nicht die Gefahr der genetischen Veränderung der natürlichen Pflanzenwelt birgt.

Bereits im Jahr 2007 hat sich die Stadt Günzburg im Bereich der Grünen Gentechnik positioniert:
Der Stadtrat fasste am 7. Mai 2007 den Beschluss, ‚dass kein gentechnisch bearbeitetes Saat- und Pflanzgut auf Flächen im Stadtgebiet verwendet wird’ und dies im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten umgesetzt wird.

Auf den stadteigenen Flächen und den von der Stadt verwalteten Stiftungsflächen wurde in einer Anlage zum Pachtvertrag festgelegt, dass der Einsatz von gentechnisch bearbeitetem Saat- und Pflanzengut auf Flächen der Stadt nicht gestattet ist.

Mit der Übergabe der Urkunde und des Logos am 30.06.2011 ist die Stadt Günzburg als gentechnikanbaufreie Stadt beim Bayerischen Lebensministerium registriert:
Die Stadt Günzburg will damit eine kleinteilige und strukturreiche Landwirtschaft ohne Gentechnik in ihrem Stadtgebiet erhalten und die Landwirte ermutigen, freiwillig auf den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen zu verzichten.