Im Jahr 2030 geht es wieder zurück an den angestammten Volksfestplatz an der Donau.
Das Günzburger Volksfest ist seit mehr als sieben Jahrzehnten fest im Herzen der Stadt verankert. Seit seinen Anfängen im Jahr 1950, damals noch im Stadtgarten neben der Jahnhalle, und dem Umzug an den Volksfestplatz an der Donau im Jahr 1965 ist das Volksfest ein zentraler Baustein des gesellschaftlichen Lebens in Günzburg. Umso wichtiger war es Oberbürgermeister Michael Jahn gemeinsam mit dem Stadtrat eine zukunftsweisende Entscheidung zu treffen: In der jüngsten Sitzung wurde einstimmig beschlossen, das ehemalige Strehle-Areal als temporären Ausweichstandort zu nutzen.
Der bisherige Festplatz am Auweg wird im Rahmen der Vorbereitungen auf die Landesgartenschau in Günzburg im Jahr 2029 umfassend modernisiert und zu einer modernen, hybriden Freizeit- und Festfläche umgestaltet. Da die Bauarbeiten bereits im Herbst 2026 beginnen, steht der gewohnte Platz ab 2027 nicht mehr zur Verfügung. Eine dreijährige Pause kam für die Stadtverwaltung und den Stadtrat jedoch keinesfalls infrage. Oberbürgermeister Michael Jahn betonte: „Ein dreijähriges Ausfallrisiko hätte im schlimmsten Fall das dauerhafte Aus für unser traditionsreiches Volksfest bedeuten können. Dieses klare Signal von Stadt und Stadtrat ist ein Bekenntnis zu unseren Traditionen und vor allem zu unserem Volksfest, das damit auch nach der Landesgartenschau wieder ein jährlicher Höhepunkt des städtischen Lebens wird.“
Die Entscheidung für das ehemalige Strehle-Areal ist das Ergebnis intensiver Fachprüfungen im gesamten Stadtgebiet. Dabei wurden Kriterien wie Flächengröße, Erreichbarkeit, Anwohnerinteressen und die Infrastruktur genau abgewogen. Im Rahmen einer Stadtratsklausur sowie anschließender Detailprüfungen wurden manche Überlegungen beispielsweise wegen eines nicht umsetzbaren Abwasserkonzepts verworfen. In der Stadtratssitzung entschied sich das Gremium zudem gegen potenziell geeignete Ausweichstandorte wie den Parkplatz an der Ichenhauser Straße oder den Schulbezirk „Am Südlichen Burgfrieden“.
Der Stadtrat folgte dem Vorschlag der Stadtverwaltung um Oberbürgermeister Michael Jahn und stimmte mit großer Mehrheit für das ehemalige Strehle-Areal. Auf einer Fläche von etwa 7.700 Quadratmetern bietet das Areal am Auweg ausreichend Platz für ein stimmungsvolles Volksfest mit Festzelt.
Weitere Pluspunkte sind die gute Erreichbarkeit durch die Nähe zum Bahnhof und zur B16 bei gleichzeitig relativ geringer Anwohnerdichte. Aus Sicherheitsaspekten ist positiv hervorzuheben, dass es einen geschützten, zusammenhängenden und klar abgegrenzten Festbereich gibt, der über den Haupteingang leicht zu erreichen ist. Zudem liegt das im Besitz der Stadt befindliche Ausweichgelände nur wenige Meter vom bisherigen Volksfestplatz entfernt.
Die notwendigen Erschließungsarbeiten für Strom, Kanal und Wasser belaufen sich auf etwa 150.000 Euro. Der Abriss der Bestandsgebäude wäre für jede künftige Nutzung des Areals ohnehin angefallen. Durch den Rückbau und die Herrichtung der Fläche könnte das Areal bereits ab 2027 außerhalb der zehntägigen Volksfestzeit als Parkplatz genutzt werden. OB Michael Jahn ist froh, dass mit dem ehemaligen Strehle-Areal ein hervorragender Ausweichstandort gefunden wurde und sagt: „Das Gelände sichert nicht nur den Erhalt unseres Volksfestes, sondern nimmt durch die Parkplatznutzung außerhalb der Festtage auch spürbar den Parkdruck am Auweg während der gesamten Bauphase der Landesgartenschau.“
Auch wenn das Ausweichgelände etwas kompakter ist als der bisherige Festplatz, verspricht die Stadt ein vollwertiges und stimmungsvolles Fest. Gleichzeitig schaut man in Günzburg bereits voller Vorfreude in die Zukunft: Ab dem Jahr 2030 kehrt das Volksfest auf seinen angestammten, dann modernisierten Festplatz an der Donau zurück.