Exklusiver Prä-Launch der neuen App „Geschichtsorte Günzburg“ beim Museumsdonnerstag am 21. Mai im Rahmen eines Stadtrundgangs.
Wie sah der Nationalsozialismus in Günzburg aus? Während die Zahl der Zeitzeugen schwindet, macht das Heimatmuseum Günzburg die lokale Geschichte für die nächste Generation greifbar. In einem innovativen Projekt ist gemeinsam mit Schülern des Maria-Ward-Gymnasiums die App „Geschichtsorte Günzburg“ entstanden. Am kommenden Donnerstag, 21. Mai 2026, wird das digitale Projekt im Rahmen eines besonderen Stadtrundgangs erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.
Unter der Leitung von Sarah Maria Lorenz vom Heimatmuseum Günzburg und Dr. Boris Niclas-Tölle, einem der Macher der App, führt der Weg zu zentralen Ereignisorten der 1930er- und 1940er-Jahre. Dabei stehen nicht nur prominente Plätze wie der Marktplatz im Fokus, sondern auch weniger bekannte Orte wie die Jahnhalle, die Martinskirche oder der Gasthof Lamm.
Die Schüler, die maßgeblich an der inhaltlichen Gestaltung der App-Stationen beteiligt waren, begleiten die Führung und geben Einblicke in ihre Arbeit. Das Projekt versteht sich als lebendige Dokumentation: Da viele Kapitel während der NS-Zeit noch nicht abschließend erforscht sind, hofft das Museumsteam auf Impulse aus der Bürgerschaft. Interessierte sind eingeladen, die Forschung mit eigenem Wissen oder durch Recherche im Stadtarchiv zu unterstützen. Die dortigen Wissenschaftler stehen helfend zur Seite.
Treffpunkt für den Stadtrundgang am 21. Mai ist um 19 Uhr der Eingangsbereich des Heimatmuseums ums. Wie bei den Museumsdonnerstagen üblich, besteht im Anschluss an die Führung die Möglichkeit, bei einem Getränk ins Gespräch zu kommen. Die Teilnahmegebühr beträgt acht Euro inklusive Getränk. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, wird um Voranmeldung unter museum@delete-me.rathaus.guenzburg.de oder telefonisch unter 08221/38828 gebeten. Das Jahresprogramm der Museumsdonnerstage ist auf www.guenzburg.de/museum zu finden.