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Wasservögel nicht füttern – Tauben nicht füttern



Das Füttern der Wasservögel ist verboten. Die Gründe dafür

Die Stadt Günzburg hat kürzlich eine Verordnung erlassen, in der das Füttern der Tauben verboten ist. An Gewässern wie dem Birketweiher, am Egelsee und an der Butzengünz ist auch das Füttern der Wasservögel verboten. Für viele Tierfreunde, die gerne die Vögel beobachten und sie dazu anfüttern, ist das unverständlich. Die Umweltfachkraft der Stadt Günzburg, Christine Hengeler, erklärt das Fütterungsverbot.

„Für das Gewässer bringt das Füttern der Wasservögel nur Nachteile: v.a. durch Brot werden Nährstoffe ins Gewässer eingetragen, nicht zuletzt durch den vermehrten Kot der Tiere. Dadurch wird dem Gewässer der Sauerstoff entzogen, im Wasser bilden sich Faulschlämme, was für die Gewässerkleintiere und Fische, aber auch die dort lebenden Wasservögel zu stark beeinträchtigen Lebensbedingungen führt. Bei kleinen Gewässern kommt zu wenig sauerstoffreiches Wasser nach, es kommt zu vermehrter Algenbildung, die Kleinlebewesen des Teiches, die eigentlich die Nahrung vieler Wasservögel sind nehmen ab. Ist das Gewässer stark an Sauerstoff verarmt, kippt es um, dann verenden die Fische und Kleinlebewesen. Sind diese Futterstellen mal ‚bekannt‘, ziehen immer mehr Vögel her, was die negative Entwicklung verstärkt“, sagt Hengeler.

Brot ist für die Wasservögel kein artgerechtes Futter: es ist schwer verdaulich, da es im Magen aufquillt, enthält zu viel Salz und Kohlenhydrate. Da die Menge an gefüttertem Brot nicht kontrollierbar ist, selbst wenn jeder nur ein bisschen füttert, die Wasservögel aber fressen, solange es Futter gibt, werden die Tiere davon träge, fett und in der Folge anfällig für Krankheiten. Zusätzlich entsteht Stress durch immer mehr Vögel, die zuziehen und dann oft einen kleinen Stadtteich überbevölkern. Das schadet der Tiergesundheit immens.

Kommt man mit einer raschelnden Brottüte an den Teich oder Weiher, stürzen sich Enten und andere Vögel regelrecht darauf, nicht aber vermeintlich aus Hunger, sondern aus Gewohnheit. Wenn dann doch Reste bleiben, werden Ratten und Mäuse angelockt.

Ein weiterer Aspekt, der zu bedenken ist, bringt Dr. Franz Schmid vom Veterinäramt Günzburg vor: „Werden z.B. Wasservögel oder Tauben angefüttert, sammeln sich an den Futterstellen zahlreiche Vögel. Dies hat leider oft zur Folge, dass damit Krankheiten und Parasiten schnell übertragen werden können. So können sich Tauben mit dem Newcastle-Virus infizieren, der zuletzt in Günzburg bei einigen Tauben nachgewiesen werden konnte. Bei wildlebenden Vögeln kann sich an Futterstellen z.B. das Virus der Geflügelpest schnell ausbreiten, das auch dem Menschen gefährlich werden kann. Um hier eine Übertragung auf Geflügelbestände zu vermeiden, muss eine allgemeine Stallpflicht angeordnet werden. Dies trifft dann insbesondere wieder Hühner, die freien Auslauf haben, den Hobby-Halter genauso wie den landwirtschaftlichen Betrieb mit Freilandhaltung.“

Der Appell an alle Tierliebhaber lautet daher, die Vögel nicht zu füttern. Wer gerne Vögel beobachtet, sollte sich die Zeit nehmen, eine Weile am Teich zu stehen und still zu beobachten.

 

Entenfamilie am Günzkanal. Foto: Philipp Röger für die Stadt Günzburg

Entenfamilie am Günzkanal. Foto: Philipp Röger für die Stadt Günzburg

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