Förderprogramm der Stadt Günzburg für energieoptimiertes und nachhaltiges Bauen im Baugebiet Am Sonneneck in Günzburg/Nornheim

Mit dem kommunalen Förderprogramm der Stadt Günzburg für energieoptimiertes und nachhaltiges Bauen für das Baugebiet „Am Sonneneck“ in Günzburg/Nornheim unterstützt die Stadt Günzburg ihre Bürger beim Neubau von energieeffizienten Wohngebäuden. Im Rahmen des Förderprogrammes können aus einem Maßnahmenkatalog Punkte zu verdichteten Bauen, Wärmedämmung und Lüftung, Gebäude Heizung sowie PV-Anlagen und Speicher gesammelt werden. Für jeden Punkt erhalten Sie 0,50€ pro m2 Grundstückfläche vergütet. Ziel des Förderprogrammes ist es, zu einer nachhaltigen CO2 Reduktion beizutragen und zukunftsweisende Technologien und Baumaßnahmen hinsichtlich der Energieeffizienz und des Klimaschutzes zu fördern.

Für die Förderung gelten folgende Richtlinien und Fördergrundsätze:

  • Der Antrag auf Zuschuss ist stets vor Maßnahmen-bzw. Baubeginn und Auftragsvergabe schriftlich zu stellen
  • Bezuschusst wird nur selbst genutztes Wohneigentum
  • Das Förderprogramm bezieht sich nur auf Vorhaben im Baugebiet „Am Sonneneck“ –Alte Ziegelei II im Stadtteil Günzburg/Nornheim
  • Das Förderprogramm „Energieoptimiertes und nachhaltiges Bauen im Baugebiet „Am Sonneneck – Nornheim II“ ist eine freiwillige Leistung der Stadt Günzburg. Es besteht kein Rechtsanspruch auf einen Zuschuss. Zuschüsse werden nur im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel gewährt.
  • Der Antragssteller erklärt sich damit einverstanden, dass die Daten aus den Zuschussanträgen gemäß den geltenden Datenschutzbestimmungen zu statistischen Zwecken verwendet werden können.
  • Die Stadt Günzburg haftet nicht für die Richtigkeit und Abstimmung der Maßnahmen bzw. Schäden aus nicht fachgerechter Bauausführung

Punktekatalog zur Förderung einer energieoptimierten und nachhaltigen Bauweise

Verdichtetes Bauen

  • Einfamilienhaus: 0 Punkte
  • Reiheneckhaus, Reihenmittelhaus, Doppelhaushälfte: jeweils 1 Punkt

Wärmedämmung des Gebäudes und Lüftung

  • Gesetzliche Anforderungen nach ENEV 2016: 0 Punkte
  • Kfw-Effizienzhaus 55 nach der ENEV 2016: 2 Punkte
  • Kfw-Effizienzhaus 40 nach der ENEV 2016: 6 Punkte
  • Zertifiziertes Passivhaus: 10 Punkte
  • Kontrollierte Lüftung mit mehr als 80 % Wärmerückgewinnung aus der Abluft (ausgenommen Passivhaus): 2 Punkte
  • Hauskonstruktion aus nachwachsenden Rohstoffen (mind. 60 % der gesamten Konstruktion): 1 Punkt
  • Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen (mind. 60 % der gesamten Konstruktion): 1 Punkt

Gebäudeheizung

  • Rein regeneratives Heizsystem: 4 Punkte
  • Wasser/Wasser, Sole/Wasser-Wärmepumpen, Luft/Wasseroder Gaswärmepumpe zur Gebäudeheizung (Jahresarbeitszahl ≥ 3,7 berechnet nach VDI 4650): 3 Punkte
  • Thermische Solaranlage mit Heizungsunterstützung (Kollektorfläche mind. 10 % der Wohnfläche): 3 Punkte
  • Pufferspeicher: 2 Punkte

Sonstige Maßnahmen

  • Photovoltaikanlage je kWp: 0,1 Punkte/kWp
  • Solarer Stromspeicher je kWp: 0,1 Punkte/kWp
  • Dachbegrünung (mind. 50 % der Dachfläche): 1 Punkt

Zuschuss für

Kumulierte Anzahl an Punkten der umgesetzten Maßnahmen des Punktekatalogs zur Förderung einer energieoptimierten und nachhaltigen Bauweise.

Höhe des Zuschusses

Pro gesammelten Punkt erhält der Antragssteller einen Bonus von 0,50 €/m2 Grundstücksfläche vergütet.

Notwendige Unterlagen

  • Antragsformular (vollständig ausgefüllt/unterschrieben)
  • Eigentumsnachweis
  • Planunterlagen des Gebäudes (Bauplan, Ansicht, Schnitte)
  • Vorlage des bewilligten KfW-Förderbescheids
  • Heizwärmebedarfsrechnung nach EN 832

Im Bedarfsfall:

  • Nachweis der Passivhausqualität durch PHPP-Verfahren
  • Nachweis der ≥ 80 % Wärmerückgewinnung aus der Abluft bei Einbau einer kontrollierter Lüftungsanlage
  • Nachweis des Einsatzes von nachwachsenden Rohstoffen bei der Hauskonstruktion (mind. 60 % der gesamten Konstruktion)
  • Nachweis des Einsatzes von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen (mind. 60 % der gesamten Konstruktion)
  • Nachweis über Einsatz eines rein regenerativen Heizsystems (z.B. Pelletsheizung, Scheitholzheizung etc.)
  • Nachweis des Einsatzes einer Wärmepumpe mit einer Jahresarbeitszahl von ≥ 3,7 (berechnet nach VDI 4650)
  • Nachweis des Einsatzes einer thermischen Solaranlage mit Heizungsunterstützung (Kollektorfläche mind. 10 % der Wohnfläche)
  • Nachweis über Nutzung eines Pufferspeichers
  • Nachweis der installierten Leistung einer Photovoltaikanlage bzw. eines zusätzlichen Stromspeichers
  • Nachweis über Dachbegrünung (mind. 50 % der gesamten Dachfläche)

Nebenbedingungen

  • Anträge auf Förderung sind vor Maßnahmenbeginn bei der Stadt Günzburg einzureichen
  • Pro Antragsteller kann nur ein Gebäude gefördert werden
  • Die Auszahlung des Zuschusses erfolgt nach Fertigstellung der Maßnahmen und Einreichung der Rechnungen im Orginal sowie aller notwendigen Nachweise, die eine fachgerechte abschließende Bepunktung der einzelnen Maßnahmen zulässt.
  • Es muss abschließend ein Energieausweis nach EnEV 2016 oder folgende vorgelegt werden
  • In der Rechnung bzw. ergänzend muss eine detaillierte Maßnahmenbeschreibung (Einsatz des Heizsystems, Hauskonstruktion aus nachwachsenden Rohstoffen etc.) enthalten sein.
  • Während und am Ende der Ausführung kann ein Vor-Ort-Besuch erfolgen
  • Spätestens 3 Jahre nach Antragsstellung müssen die beantragten Maßnahmen fertiggestellt sein. Danach erlischt der Anspruch auf Auszahlung des Zuschusses.