Laufwege erleichtern das Gehen in der Altstadt

Die Stadt Günzburg baut ab Oktober die Laufwege für mehr Barrierefreiheit im Altstadtbereich in der Kapuzinergasse, Münzgasse, Wättegasse, Hechtgasse, Hofgasse, am Wätteplatz sowie im Durchgang zum Wätteplatz vom Bürgermeister-Landmann-Platz aus. F
Die Stadt Günzburg baut ab Oktober die Laufwege für mehr Barrierefreiheit im Altstadtbereich in der Kapuzinergasse, Münzgasse, Wättegasse, Hechtgasse, Hofgasse, am Wätteplatz sowie im Durchgang zum Wätteplatz vom Bürgermeister-Landmann-Platz aus. Foto: Julia Ehrlich/ Stadt Günzburg

Einbau beginnt ab Oktober

Die Stadt Günzburg baut ab Oktober die ersten Laufwege für mehr Barrierefreiheit im Altstadtbereich. Der erste Bauabschnitt befindet sich im Bereich der südlichen Altstadt. Der Stadtrat beschloss im Dezember 2018 den Einbau der Laufwege, die das Gehen erleichtern und vor allem den Weg für Rollstuhlfahrer, Menschen mit Rollatoren und Kinderwagen einfacher machen. Die Maßnahme wird im Rahmen der Städtebauförderung im Programm "Leben findet innen Stadt" von der Regierung von Schwaben maßgeblich unterstützt.

Ab 7. Oktober beginnen die Arbeiten in der Kapuzinergasse. Anschließend folgen der Durchgang zum Wätteplatz vom Bürgermeister-Landmann-Platz aus, ein Teil der Münzgasse, Wätteplatz, Wättegasse, Hechtgasse sowie die Hofgasse.

Die Stadtverwaltung plante abschnittsweise so, dass die Geschäfte und Wohnhäuser grundsätzlich über provisorische Zugänge zu erreichen sind. Jedoch müssen zeitweise kurze Umwege in Kauf genommen werden.

Beim barrierefreien Ausbau der Altstadt werden Laufwege aus Granitplatten angelegt. In diesem Zug wird die Altstadtbeleuchtung neu verkabelt. Die vorhandenen Mittelrinnen aus grobem Kopfsteinpflaster werden durch ebenere und leichter zu querende Granitsteinrinnen ersetzt. Eine vorab angelegte Musterfläche befindet sich in der Hofgasse auf Höhe des Rathauses.

Die Anlieger werden fortlaufend durch Mitarbeiter des Rathauses und des Ingenieurbüros über die Bauarbeiten informiert.

Da die Bauarbeiten aufgrund der Frequentierung der Altstadt bewusst im Herbst/ Winter durchgeführt werden, kann es zu wetterbedingten Unterbrechungen kommen.

Im Jahr 1984 war das Kopfsteinpflaster in der Altstadt verlegt worden, das seitdem viel Kopfzerbrechen bereitet. Oberbürgermeister Gerhard Jauernig erinnerte daran, dass der damalige Stadtrat praktisch keine Wahl gehabt habe, einen gehfreundlicheren Belag zu bekommen: „Es stand über allem der Erhalt des Stadtbilds. Heute hingegen leben wir gemeinsam Inklusion. Funktionalität und Stadtbild sind kein Widerspruch mehr“, sagt Oberbürgermeister Gerhard Jauernig.

Als eine Modellkommune „Bayern Barrierefrei 2023“ des Freistaates Bayern wurde im Rahmen von drei Workshops gemeinsam mit Betroffenen ein Konzept für die barrierefreie Ertüchtigung Günzburgs entwickelt. Eines der ersten Projekte, das für mehr Barrierefreiheit in Günzburg gesorgt hat, war der barrierefreie Aufgang am Turniergarten. Dieser wurde im Städtebauförderungsprogramm
„Leben findet Innenstadt – Aktive Zentren“ mit Mitteln des Bundes und des Freistaates Bayern gefördert.