Projekte

Im Zuge des Klimaschutzkonzeptes der Stadt Günzburg sind bereits mehrere größere und kleinere Projekte zur Umsetzung gekommen. Aus der Vielzahl von Projekten sollen die nachstehenden exemplarisch genannt werden.

Vorbildliche (energetische) Sanierung der Herrenwaldhalle

Bei der Schlüsselübergabe an die Reisensburger Vereine. Foto: Julia Ehrlich/ Stadt Günzburg

Bei dem umgesetzten Modernisierungsvorhaben handelt es sich um die energetische Sanierung eines unsanierten Bestandsgebäudes aus den 1970er Jahren, das für den Schul-und Vereinssport sowie für Veranstaltungen wie Theateraufführungen etc. genutzt wird. Die geplante Sanierung umfasst 1. die gesamte Gebäudehülle sowie 2. die technische Gebäudeausrüstung. Geplant war, eine moderne Schul-und Vereinssporthalle zu erhalten, die sowohl im Umgang mit Energie und Technik als auch in der Ausstattung ein Vorbild ist.

  • Förderkennzeichen: 03K01447M
  • Zuwendungen: Das Vorhaben wurde aus den Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative mit 200.000 Euro gefördert
  • Baujahr: 1978
  • Sanierungsbeginn: Juni 2018
  • Sanierungsende: Mai 2019
  • Beginn des Förderzeitraums: 01.10.2017
  • Ende des Förderzeitraums: 30.06.2019
  • Sanierungskosten: 2,8 Millionen Euro

Ziel der Sanierung war es, mindestens das EnEV modernisierter Altbau Niveau zu erreichen. Der CO2-Ausstoß konnte durch die Sanierungsmaßnahmen um 80 Prozent gesenkt werden. Gleiches gilt für den Jahresprimärenergiebedarf. Der Heizwärmebedarf konnte somit von 535.003,063 kWh/a auf 69.661,141 kWh/a gesenkt werden.

Zum Projektträger

Günzburger Solarstromkampagne - Sonne tanken. In Günzburg.

Das Logo der Kampagne. Grafik: Julia Ehrlich/ Stadt Günzburg
Der Klimaschutzmanager der Stadt Günzburg, Roman Holl, mit dem Flyer zur Solarkampagne der Stadt. Am 23. Mai gibt es einen Informationsabend in der VR Bank Donau-Mindel. Foto: Julia Ehrlich/ Stadt Günzburg

In Günzburg soll mehr Strom durch Sonnenenergie erzeugt werden. Dafür gibt es nun die Solarstromkampagne. Sie wirbt für den Bau von Photovoltaikanlagen. Am 23. Mai findet um 19 Uhr im Panoramasaal der VR-Bank Donau-Mindel eG eine Informationsveranstaltung statt. Der Eintritt ist frei.

Die Umsetzung der Energiewende ist eine der größten Herausforderungen der heutigen Zeit. Der langjährige Prozess gelingt nur, wenn der Ausbau der regenerativen Energien und die Entwicklung effizienter Technologien weiter forciert werden.

Durch eine Solarstromkampagne möchte die Stadt Günzburg die Bürger und die Unternehmen auf das schlummernde Potenzial auf den zahlreichen Gebäudedächern aufmerksam machen. Ziel der Sonnen-Kampagne ist es, die Energiewende in der Stadt weiter aktiv voranzutreiben und die Wertschöpfung aus der Region für die Region zu erhöhen. Außerdem soll Bewusstsein entstehen, dass die Photovoltaikanlagen dank Eigenverbrauch und gesunkener Modulkosten eine wirtschaftliche Investition in eine nachhaltige Zukunft darstellen.

Zum Auftakt der Kampagne veranstaltet die Stadt Günzburg einen Vortragsabend zum Thema „Photovoltaik, Stromspeicher und Elektromobilität“ am Donnerstag, 23. Mai, um 19Uhr im Panoramasaal der VR-Bank-Donau-Mindel. Im Vortrag spielt die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage eine zentrale Rolle. So tragen eine ausgereifte Technik und mittlerweile günstige Anschaffungskosten zur Wirtschaftlichkeit ebenso bei, wie die Möglichkeit des Eigenstromverbrauchs unter Einsatz entsprechender Speichertechnologien. Neben allgemeinen Informationen zur Planung und Nutzung einer Photovoltaikanlage wird Robert Immler vom Energie-und Umweltzentrum Allgäu auch auf das Solarkataster des Landkreises Günzburg eingehen.

Mit dem neuen Solarkataster des Landkreises Günzburg haben die Bürger die Möglichkeit, virtuell eine Photovoltaikanlage zu planen, das eigene Solarvorhaben einzuschätzen und erste Antworten auf Wirtschaftlichkeit und Rentabilität zu bekommen.

Kooperationspartner der Kampagne sind: Elektro Strehle GmbH, Energie Service Schwaben (ESS Kempfle), Sungrade Photovoltaik GmbH, Erdgas Schwaben GmbH, LEW AG und VR-Bank-Donau-Mindel.

Ökostrom

Seit 2014 wird der Strombedarf der Stadt Günzburg zu 100 % mit Ökostrom abgedeckt. Zuvor wurde der übliche Strommix mit 50 Prozent Ökostromanteil bezogen. Ab jetzt werden alle städtischen Gebäude, Anlagen und Straßenbeleuchtungen mit umweltverträglich produziertem Strom versorgt. Durch diese Maßnahme spart die Stadt Günzburg viele Tonnen CO2 pro Jahr ein und setzt ein deutliches Signal in Richtung Umstieg auf regenerative Energiequellen und dem gelebten Klimaschutz.

Gesamtenergetische Sanierung des städtischen Wohnungsbaus

Seit einigen Jahren werden die städtischen Wohnungen Schritt für Schritt energetisch saniert. Durch verschiedenste Dämmmaßnahmen (Fassade, Kellerdecke, Dachboden) sowie durch den Einbau neuer Fenster und Türen konnte der Heizwärmebedarf erheblich gesenkt werden. Der Einbau neuer Heizungsanlagen zur zentralen Versorgung mit Wärme und Warmwasser führte ebenfalls zu einer Verringerung der Brennstoffmenge. Diese Maßnahmen helfen nicht nur das Klima und Ressourcen zu schützen, in dem weniger CO2 ausgestoßen wird, sondern verbessern ebenso die Wohnraumqualität und schonen den Geldbeutel. Insgesamt wurden bis heute ca. 40 Prozent (122 von 311 WE) der städtischen Wohnungen mit einer Gesamtinvestitionssumme von 7,5 Millionen Euro saniert. Damit ist die Stadt Günzburg ein Vorbild in Sachen energetische Sanierung von Altbauten und möchte ihre Bürger ebenfalls motivieren, ihren Altbestand auf mögliche Energieeinsparungsmaßnahmen hin zu überprüfen.