Senioren zu Gast in Neuburg an der Donau
Bei einem Besuch in Neuburg an der Donau konnten sich Günzburger und Neuburger Senioren im Frühjahr 2026 austauschen. Es ging um Stadtgeschichte, Erfahrungen aber auch um Hürden im Alter.
Nach dem Besuch einer Delegation des Seniorenbeirats Neuburg vor zwei Jahren beim Seniorenbeirat Günzburg, haben sich nun die Günzburger auf nach Neuburg an der Donau gemacht. Ziel des Treffens war die Fortsetzung des begonnenen Gedanken- und Erfahrungsaustauschs über die vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen der Seniorenarbeit.
Für die Gäste aus Günzburg hatte der Seniorenbeirat Neuburg ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet: So durften die Günzburger während einer historischen Stadtführung in die Zeit des Pfalzgrafen Ottheinrich zurückreisen. Sie bekamen zudem Einblick in die Verwaltungsarbeit eines Bürgerhauses und die Bedeutung der dort stattfindenden Seniorennachmittage.
Wichtig für die beiden Beiräte war vor allem der Austausch im Rathaus. Die Senioren diskutierten über die Schwierigkeiten, die viele ältere Menschen im Umgang mit der fortschreitenden Digitalisierung haben, sie gingen Fragen der Verkehrsinfrastruktur nach, beleuchteten altersgerechte Wohnformen sowie die Sicherstellung einer ausreichenden ärztlichen und pflegerischen Versorgung. Auch Neuburgs Oberbürgermeister Gerhard Schoder begrüßte die Besucher und würdigte den hohen Stellenwert der ehrenamtlichen Seniorenarbeit in beiden Städten. In Zukunft möchten sich die Beiratsmitglieder weiter austauschen.
Rückblick
Bericht 2. Halbjahr 2023
Juli
Zur letzten Sitzung vor der Sommerpause hat der Seniorenbeirat mit Daniela Fischer die Klimaschutzmanagerin und Radverkehrsbeauftragte der Stadt Günzburg eingeladen. Schwerpunkt der Diskussion war die Rücksichtnahme von Fahrrad- und E-Roller-Fahrern gegenüber Fußgängern, insbesondere von Senioren. Wie vom Seniorenbeirat angeregt, soll deshalb an den Zugängen zur Altstadt mit Schildern für gegenseitige Rücksichtnahme geworben werden. Intensiv wurde auch die Einweihung des ersten Teils der Fahrradstraße diskutiert, die zunächst bis zum Josef-Seitz-Platz fortgeführt werden soll. Der Seniorenbeirat verwies auf Sichtbeschränkungen in den Kreuzungsbereichen mit den Anliegerstraßen und forderte die Anbringung von Spiegeln.
Ein weiteres Thema waren die an den Seniorenbeirat herangetragenen Beschwerden zum Thema Flexibus. Deshalb soll zu einer der nächsten Sitzung Josef Brandner von der Firma BBS eingeladen werden, um die aufgetretenen Unregelmäßigkeiten zu besprechen.
August
Auch in diesem Jahr nahm der Seniorenbeirat mit einem Sondertisch am Seniorennachmittag des Volksfestes teil und stand dort als Ansprechpartner zur Verfügung. Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege hat die vierte Bayerische Demenzwoche auf die Zeit vom 15. bis 24. September 2023 festgelegt. Unter diesem Leitmotto wurde am 20. und 21. September 2023 ein Demenzparcours in den Räumlichkeiten der AOK Günzburg aufgebaut.
September
Anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Günzburger Seniorenbeirats lud dieser gemeinsam mit Oberbürgermeister Gerhard Jauernig die Günzburger Senioren zu einer Busrundfahrt durch die Große Kreisstadt ein. Die Rundfahrt startet mit 65 Teilnehmern auf dem Lannion-Platz. Ordnungsamtsleiter Georg Weishaupt und OB Jauernig übten sich erfolgreich in ihren Rollen als Reiseleiter und informierten die Bürger über die innerstädtische Entwicklung Günzburgs.
Gemäß der Anregung des Seniorenbeirates werden für die Verbesserung der Stadtbushaltestelle Reindlstraße für 2024 Haushaltsmittel eingeplant. Die beanstandeten Schilder an der Fahrradstraße wurden vergrößert und tiefer angebracht. An der oberen Querung der Fahrradstraße Richtung Deffingen wurde ein Spiegel installiert. Auch an der unteren Querung in der Ramschwagstraße sollte ein weiterer Spiegel angebracht werden. Die Markierungen am Bürgermeister-Landmann-Platz wurden ebenfalls erneuert. Die geplanten Rücksichtsschilder an den Zugängen zur Altstadt sind montiert worden.
Oktober
Der Seniorenbeirat nahm mit einem eigenen Stand wieder an der erstmals nach der Pandemie ausgetragenen Bürgerversammlung der Kernstadt im Forum am Hofgarten teil. Mittels einer Powerpoint-Präsentation informierte der Seniorenbeirat über seine Aktivitäten und steht als Ansprechpartner zur Verfügung
November
Eine Vertreterin des Seniorenbeirates nahm an der Sitzung des Günzburger Klimabeirates teil. Gemeinsam mit Mitgliedern des Günzburger Literatur- und Autorenvereines führte der Seniorenbeirat erneut eine Dichterlesung für die Senioren der Großen Kreisstadt im Forum am Hofgarten durch. Heimische Autoren und Dichter präsentierten den zahlreichen Zuhörern ihre Werke in Prosa oder Gedichtform.
Dezember
Traditionsgemäß lud der Seniorenbeirat die Seniorinnen und Senioren der Stadt zu einem Warmgetränk bei der Günzburger Altstadtweihnacht ein. Die letzte Sitzung des Jahres wurde wieder auf dem Ursulaturm abgehalten. Das immer wieder an den Seniorenbeirat herangetragene Thema „Anlegung eines Waldfriedhofs“ war Schwerpunkt der Sitzung. Ordnungsamtsleiter Georg Weishaupt erklärte, dass für die Anlegung eines Waldfriedhofs eine bestimmte Größe erforderlich sei. Das Gelände sollte möglichst flach sein. Auwälder seien nicht geeignet. Im Bereich der Stadt Günzburg fehle es an geeigneten Flächen.
Über die Fahrradstraße in Günzburg wurde im Seniorenbeirat in der letzten Sitzung vor der Sommerpause diskutiert. Foto: Gerhard Skrebbas
An der Busrundfahrt durch die Große Kreisstadt nahmen 65 Seniorinnen und Senioren teil. Foto: Carmen Willer
Bericht 1. Halbjahr 2023
Januar
In der ersten Sitzung des neuen Jahres beschäftigte sich der Seniorenbeirat intensiv mit der Günzburger Nachbarschaftshilfe. Ursächlich war die Entscheidung des Freiwilligenzentrums Stellwerk die „Kümmererfunktion“ dafür nicht dauerhaft zu übernehmen. Um die Nachbarschaftshilfe in Günzburg weiterhin nachhaltig anbieten zu können, bedarf es aber einer festen, verbindlichen Ansprechperson mit Stellvertreterregelung. Die Tätigkeit ist mit einem personellen Aufwand von mehreren Stunden wöchentlich verbunden. Es wird beschlossen, sich an Herrn Oberbürgermeister Gerhard Jauernig zu wenden, um eine Fortführung des Projekts durch die Stadt zu prüfen.
Als Folge zunehmender Urnenbestattungen ist festzustellen, dass im Günzburger Friedhof zunehmend Flächen frei werden. Vor dem Hintergrund der Integration wird angeregt, gegenenfalls für die muslimischen Mitbürger einen eigenen Bestattungsbereich einzurichten. Die Initiative hierfür muss nach Ansicht des Seniorengremiums aber von den türkischen Mitbürgern selbst ausgehen. Nur sie können die zu beachtenden Vorgaben (z.B. Ausrichtung nach Osten) benennen.
Mitglieder des Seniorenbeirates nahmen an dem von der Seniorenfachstelle des Landkreises durchgeführten Austauschtreffen zum Thema „Seniorenarbeit“ teil.
Die Erstellung des Jahresprogrammes war weiterer Tagesordnungspunkt der Sitzung.
Februar
Es wurde beschlossen, weitere fünf Schilder „Schwätzbänkle“ im Stadtgebiet einzurichten. Es sind folgende Standorte vorgesehen: Hagenweide, Deffingen Nähe Friedhof, Reisenburg Bürgerpark, am Birketwald und Amselstraße.
Ein Mitglied des Seniorenbeirates nahm an der 3. Sitzung des Begleitgremiums für das Seniorenpolitische Gesamtkonzept im Landratsamt teil. Dabei wurden die Maßnahmenempfehlungen für die Handlungsfelder des neu überarbeiteten Konzepts vorgestellt.
Zum Thema „Dabeisein - Digitale Teilhabe“ werden gemeinsam mit der VHS Seminare angeboten.
März
Mit Hauptkommissar Mark Schmid von der kriminalpolizeiliche Beratungsstelle Neu-Ulm führte der Seniorenbeirat der Stadt Günzburg eine gut besuchte Informationsveranstaltung für die Günzburger Seniorinnen und Senioren zum Thema Enkeltrick u.a. durch.
An der März-Sitzung nahm die Seniorenreferentin des Stadtrates Frau Christa Wall teil. Schwerpunkt dieses jährlichen Austausches war die gesamte Palette des ÖPNV in der großen Kreisstadt wie Flexi- und Stadtbus oder auch Fahrrad.
Mehrere Vertreter des Seniorenbeirates nahmen am Jahrestreffen der Seniorenfachstelle des Landratsamtes in Wettenhausen teil. Die Seniorenvertreter hatten sich den Redaktionsleiter Till Hofmann von der Günzburger Zeitung zu einem kurzen Presseseminar eingeladen.
April
Da in den letzten Wochen vermehrt Klagen von Günzburg Seniorinnen und Senioren wegen Gefährdungen durch Fahrräder oder E-Bikes im Altstadtbereich an die Mitglieder des Seniorenbeirates herangetragen wurden, sollte die April-Sitzung diesem Thema dienen. Gemeinsam mit Pressestelle und Ordnungsamt soll ein Weg des rücksichtsvollen Miteinanders aller Verkehrsteilnehmer in der Günzburger Altstadt gefunden werden.
Gemäß dem jetzt beschlossenen Seniorenmitwirkungsgesetz wurde Oberbürgermeister Gerhard Jauernig aufgefordert, eine „Ansprechperson“ der Seniorenvertretung zur Vorbereitung der Wahl des Landesseniorenrats zu benennen. Der Seniorenbeirat schlägt vor, seinen Vorsitzenden Herrn Gerhard Schöttl zu benennen.
Unter Mitwirkung von Herrn Johannes Fischer vom Familienstützpunkt Günzburg führte der Seniorenbeirat ein Rollator-Training für Seniorinnen und Senioren der großen Kreisstadt durch. Die interessante und lehrreiche Veranstaltung soll gegebenfalls wiederholt werden.
Mai
Schwerpunkt der Mai-Sitzung waren verkehrstechnische Probleme mit Schwerpunkt „Bushaltestelle Reindlstraße“. Hier sollte eine behindertengerechte Einstiegsmöglichkeit geschaffen und ein Bushäuschen erstellt werden. Nach Möglichkeit wäre auch eine südliche Verlegung wünschenswert. Auch die Straßenzeichnung am Bürgermeister-Landmannplatz lässt erheblich zu wünschen übrig und führt zu Irritationen.
Auf Anfrage der Telefon-Seelsorge Ulm/Neu-Ulm sollen gekennzeichnete "ZuhörBänkle" zunächst auf dem Günzburger Friedhof eingerichtet werden.
Juni
Auch die Juni-Sitzung war von verkehrstechnischen Problemen geprägt. Die Fussgängerphase der Ampelschaltung am Pfarrhofplatz erscheint zu kurz und sollte überprüft werden. Zur Einrichtung der neuen Fahrradstraße befürchtet der Seniorenbeirat mangelnde Rücksichtnahme der Radler gegenüber den älteren Mitbürger und Mitbürgerinnen wie sich das ja teilweise im Altstadtbereich zeigt.
Eine Beschwerde zum Flexibus ist Anlass, sich mit der Fa. Brandner in Verbindung zu setzen.
Der Seniorenbeirat beantragt zwei Bänke im Friedhof Reisensburg, da dort keine Sitzmöglichkeiten vorhanden sind.
Ein Vertreter des Seniorenbeirates nahm am 1. Erfahrungsaustausch der Seniorenbeauftragten in Krumbach teil.
Weitere fünf Schilder „Schwätzbänkle“ sollen im Stadtgebiet eingerichtet werden. Foto: Gerhard Skrebbas