Rückblick auf die Aktionen des Seniorenbeirats

100. Sitzung des Seniorenbeirats

Der bisherige Seniorenbeirat und Oberbürgermeister Gerhard Jauernig verabschieden sich von vier Mitgliedern: Antonia Kostreska, Georg Bucher, Karl Heinz Hruschka und Walter Guthmann (v.l.). Foto: Julia Ehrlich/ Stadt Günzburg
Vorsitzender Gerhard Schöttl schneidet die von Oberbürgermeister Gerhard Jauernig gestiftete Jubiläums-Torte an. Foto: Julia Ehrlich/ Stadt Günzburg

Antonia Kostreska, Georg Bucher, Karl Heinz Hrschka und Walter Guthmann wurden zugleich verabschiedet

Zeitgleich mit dem Ende der dritten Legislaturperiode des Günzburger Seniorenbeirats konnte das Gremium seine 100. Sitzung seit seiner Erstwahl im Januar 2010 begehen. Der Vorsitzende Gerhard Schöttl hatte zu dieser Jubiläumssitzung in die Türmerstube des Günzburger Stadtturms geladen.

In einem kurzen Rückblick stellte Schöttl fest, dass man in diesen neun Jahren 160 Anträge zu den unterschiedlichsten Themen gestellt habe. Ebenso wurde eine Reihe von Informations- oder Freizeitveranstaltungen durchgeführt. Besondere Bedeutung hat für den Seniorenbeirat die Mitwirkung bei der Erstellung und Fortschreibung eines seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes für die Kreisstadt.

Oberbürgermeister Gerhard Jauernig, ausgerüstet mit einer Jubiläumstorte, nahm ebenfalls an dem Treffen auf dem Günzburg Wahrzeichen teil. Besonders begrüßte er an diesem Nachmittag die drei Mitglieder, die alle 100 Sitzungen miterlebt haben: Georg Bucher, Hermann Riedinger und Gerhard Skrebbas. „Mehr beistehen, als vorstehen. Das beschreibt die Arbeit unseres Seniorenbeirats und darauf können wir stolz sein. Sie schauen hin, packen an, sind aktiv - immer wieder aufs Neue. Machen Sie weiter so“, sagte Oberbürgermeister Jauernig bei der kleinen Feierstunde.

Oberbürgermeister Jauernig bestätigte dem Seniorengremium, dass es diesem gelungen sei, seinen Platz in der Gesellschaft zu finden und durch seine Aktivitäten ein fester Bestandteil des städtischen Lebens zu sein. „Wie sehr unser Seniorenbeirat akzeptiert ist, zeigt die gestiegene Beteiligung an den eben erst durchgeführten Neuwahlen“, so Oberbürgermeister Jauernig. Er nutzte die Gelegenheit den vier ausscheidenden Seniorenbeirats-Mitgliedern Antonia Kostreska, Georg Bucher, Walter Guthmann und Karl Heinz Hruschka mit einem kleinen Präsent für ihr Engagement in den letzten Jahren zu danken.

Wahl des 4. Seniorenbeirats steht vor der Tür

Was dem bisherigen Seniorenbeirat wichtig war und wie gewählt wird

Am 30. Januar dürfen exakt 5.729 Günzburger, die über 60 Jahre alt sind, eine neue Interessensvertretung ihrer Generation wählen. 23 Kandidaten stellen sich für elf Plätze zur Wahl. Der bisherige Seniorenbeirat setzte sich neben verkehrstechnischen Verbesserungen vor allem die barrierefreie Gestaltung auf die Tagesordnung.

„Nutzen Sie die Gelegenheit, die Interessenvertretung Ihrer Generation in der Stadt Günzburg mitzubestimmen“, lädt Oberbürgermeister Gerhard Jauernig alle wahlberechtigten Bürger ein. Die Wahlauftaktveranstaltung findet am 30. Januar von 14 bis 17 Uhr im Forum am Hofgarten statt. Die Kandidaten stellen sich dort kurz vor. Zusätzlich steht von Donnerstag, 31. Januar bis Freitag, 8. Februar während der üblichen Öffnungszeiten das BürgerServiceCenter im Rathaus als Wahllokal zur Verfügung.

Bereits zum vierten Mal sind die Günzburger Senioren aufgerufen, ihre Vertretung in der Kreisstadt zu wählen. Das demokratische Verfahren ist nicht selbstverständlich. In vielen Kommunen Bayerns wird die Seniorenvertretung durch das Gemeinde- oder Stadtratsgremium bestimmt oder es findet eine Entsendung von Vertretern der örtlichen Sozialeinrichtungen statt. Die Aufgabenstellung des Seniorenbeirates der Stadt Günzburg ist im Paragraf 1 der vom Stadtrat 2009 beschlossenen Satzung geregelt: „Der Seniorenbeirat berät den Stadtrat und die Verwaltung im gesamten Bereich der Seniorenarbeit in Günzburg.“

Mit bisher 160 Anträgen, 25 davon in der jetzt zu Ende gehenden Wahlperiode, versuchte die Seniorenvertretung diesem Auftrag bisher gerecht zu werden. Dabei ging es oft um verkehrstechnische Schwierigkeiten, wie beispielsweise kurze Fußgängerampelschaltungen, Geschwindigkeitsbeschränkungen, Busfahrpläne oder die behindertengerechte Gestaltung von Haltestellen.

Wie ein roter Faden zieht sich das Thema „Barrierefreiheit“ durch die Arbeit des Gremiums. Sei es der behindertengerechte Aufgang in die Altstadt per Aufzug oder auch das Kopfsteinpflaster dort. Auch bei den Planungen zum Ausbau der Heiliggeist-Spitalstiftung oder der Einrichtung von Behindertenparkplätzen in der Tiefgarage beteiligte sich der Seniorenbeirat.

Besondere Bedeutung hatte für den Seniorenbeirat die Mitwirkung bei der Erstellung eines seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes für die Kreisstadt. Die laufende Fortschreibung und dazu halbjährliche Gespräche mit den Seniorenreferentinnen des Stadtrates, Dr. Ruth Niemetz und Helga Springer-Gloning, sind ständige Tagesordnungspunkte der monatlichen Sitzungen. Gespräche mit den Vertretern der unterschiedlichsten örtlichen Sozialeinrichtungen halfen dem Seniorenbeirat, sich ein aktuelles Bild über die Situation der älteren Mitbürger der Stadt zu machen.

Gut besuchte Informationsveranstaltungen zu den unterschiedlichsten Themen, wie Betrugs- oder Einbruchsprävention durch die Polizei, Vorsorgevollmachten, aber auch medizinische Themen wie „Besser hören“ oder „Medikamente im Alter“ standen auf der Veranstaltungsliste. Selbst die Freizeit kommt mit monatlichen Radtouren im Sommerhalbjahr nicht zu kurz.

Oberbürgermeister Gerhard Jauernig bedankt sich beim Gremium für seine Arbeit: „Sie setzen sich für Ihre Interessen ein und sind wahrlich eine Vertretung Ihrer Generation. Unser Günzburger Weg mit einem gewählten Seniorenbeirat ist ein Erfolg und so führen wir ihn fort.“

Bericht 2. Halbjahr 2018

Der Seniorenbeirat begrüßt den Stadtratsbeschluss, Laufwege in das schwer zu begehende Kopfsteinpflaster einzubauen. Foto: Skrebbas
Der Seniorenbeirat lud wieder zum Stammtisch auf das Günzburger Volksfest. Foto: Julia Ehrlich/ Stadt Günzburg
Die neubeschaffte Notfalldose wird verteilt. Foto: Julia Ehrlich/ Stadt Günzburg
Seniorentreff auf der Günzburger Altstadtweihnacht. Foto: Imminger
Die letzte Sitzung des Jahres fand im Ursulatrum statt. Foto: Skrebbas
Foto: Bettina Kempfle/ Stadt Günzburg

Juli

Der Seniorenbeirat (SB) beschließt die anstehende Sanierung des Marktplatzes zum Schwerpunktthema des SB zu machen, soweit es um die Einrichtung von Rollstuhl- und Rollatorwegen sowie um die Beseitigungen der Stolperfallen durch das Kopfsteinpflaster geht.

Weiter bemängelt er das Erscheinungsbild des städtischen Friedhofs, muss aber zur Kenntnis nehmen, dass dies auf die äußerst prekäre Personalsituation bei der Friedhofsverwaltung zurückzuführen ist.

August

Die SB-Sitzung fällt in diesem Monat aus, da der SB traditionell am Seniorennachmittag der Stadt Günzburg beim Volksfest teilnimmt und dort als Ansprechpartner zur Verfügung steht. Wir bedanken uns für die guten Gespräche!

September

In Absprache mit der Stadt Günzburg legt der SB den „Fahrplan“ zur 4. Seniorenbeiratswahl fest. Grundsätzlich soll wie bei den letzten Wahlen 2016 verfahren werden. Der Auftakt soll am 30.01.2019 mit einer Wahlveranstaltung im Forum am Hofgarten stattfinden. Wahlleiter ist wieder Oberbürgermeister Gerhard Jauernig.

Als Frühjahrsveranstaltung beschließt der SB ein Rollatortraining. Dabei soll Kontakt mit dem Busunternehmen Brandner (Übungsbus) und dem Sanitätshaus Cakmak (Rollatorfachmann) aufgenommen werden.

Oktober

Erstmalig nimmt Bettina Kempfle als neue Vertreterin der Stadt Günzburg an der Sitzung des SB teil.

Auch in diesem Jahr hat sich der SB mit einem eigenen Stand und einer Powerpoint-Präsentation an der Bürgerversammlung am 6.10. für die Kernstadt beteiligt. Am Rand der Veranstaltung wird die erste der neubeschafften Notfalldosen dem ehemalige SB-Mitglied Rudi Hammerdinger ausgehändigt.

Vermehrt werden Mitglieder des SB auf zu kurze Grünphasen für Fußgänger bei mehreren Ampelanlagen angesprochen. Walter Guthmann will die Schaltphasen austesten und dann dem SB berichten.
Mitglieder des SB beteiligen sich an der Gesprächsrunde der Arbeitsgruppe 1C der Gesundheitsregion plus des Landratsamtes.

November

Intensiv diskutiert der SB den geplanten neuen Standort des Wahl-Lindersches Alten- und Altenpflegeheims im Bereich der Georg-Simnacher-Stiftung und verabschiedet einstimmig folgenden Antrag: „Sollte der Neubau des Wahl-Linderschen Altenheims auf dem in der Günzburger Zeitung vom 27.10.2018 auf Seite 27 genannten Areal erfolgen, ist dafür Sorge zu tagen, dass für die Bewohner eine senioren- und behindertengerechte Anbindung an das Stadtzentrum erfolgt.“

Walter Guthmann berichtet über das Ergebnis seiner Tests zum Thema „Grünphasen an Fußgängerampeln“. In zwei Fällen sind die Schaltzeiten deutlich zu kurz und der SB beantragt eine Verlängerung der Grünphasen.

Großes Interesse besteht an der Informationsveranstaltung des SB zum Thema „Vorsorge- / Generalvollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung“ mit Richterin Iris Gross im Forum am Hofgarten. Mit über 150 Besuchern ist der Vortragssaal bis auf den letzten Platz belegt.

Dezember

Fast schon traditionsgemäß lädt der SB die Günzburger Seniorinnen und Senioren zu einem Heißgetränk auf die Günzburger Altstadtweihnacht ein. Rund 200 Bürgerinnen und Bürger folgen dieser Einladung.

Der Vorsitzende Gerhard Schöttl lädt das Gremium zur letzten Sitzung des Jahres auf den Ursulaturm ein. Auch Ordnungsamtsleiter Georg Weishaupt folgt dieser Einladung. Er berichtet über die Beschlüsse des Stadtrates zu einem verkehrsberuhigten und stolperfreien Marktplatz mit Seitenstraßen sowie über entsprechende Baumaßnahmen auf dem städtischen Friedhof.