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Das „Untere Tor“, auch „Stadtturm“ genannt

Stadtturm Günzburg

Der markante Torturm am Westende des Marktplatzes ist das Wahrzeichen Günzburgs. Seine untere Hälfte dürfte die älteste noch sichtbare Bausubstanz der Oberstadt sein. Ursprünglich hatten alle Stockwerke quadratischen Grundriß, und der Turm trug ein spitzes Dach. Beim Bau des Schlosses entschied sich Alberto Lucchese jedoch für eine Neugestaltung des Turmes, die ihm besser zur neuen Westansicht der Stadt zu passen schien.
Der Turm war Wohnung und Arbeitsplatz eines wichtigen Bediensteten der Stadt, des Türmers. Seine Aufgabe war es, auf ausbrechende Brände zu achten und die Einwohner zu alarmieren.
Dort wo die Türmerstube war, kann man heute Weißwürste essen oder Kaffee trinken. Ein Verein, die Altstadtfreunde Günzburg e. V., hat den Stadtturm in seinem Inneren restauriert und individuell gestaltet.
Zu den grünen Dachplatten erzählt man sich in Günzburg eine nette Geschichte: Wohlhabende Städte konnten es sich einstmals leisten, die Dächer von Türmen und öffentlichen Gebäuden mit Kupferblech zu decken, das im Lauf der Zeit eine grünliche Patina bekam. Von Weitem ließ die grüne Farbe bereits Rückschlüsse auf den Reichtum eines Ortes zu. Da es bei den Günzburgern dazu doch nicht reichte, wollte man wenigstens aus der Ferne den Anschein von Wohlstand erwecken und glasierte die Dachziegel.

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